WordPress Update: Editor Gutenberg kommt mit Version 5.0

Was sich mit der Einführung des neuen WordPress Editors ändert

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Das Content Management System (CMS) WordPress bringt noch in diesem Jahr das Update WordPress 5.0 heraus und führt einen neuen Editor mit dem verheißungsvollen Namen Gutenberg ein. Dieser löst den bestehenden TinyMCE-Editor ab und verspricht zahlreiche Neuerungen. Ob diese tatsächlich so revolutionär sind wie die Einführung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg, wollen wir uns hier genauer anschauen.

WordPress hat sich mit einem aktuellen Marktanteil von etwa 60 Prozent zum mit Abstand erfolgreichsten CMS gemausert: Beinahe ein Drittel aller Websites wurde mit WordPress erstellt, wie Zahlen von W3Techs belegen. Das Update auf den neuen Editor betrifft also Millionen von Nutzern weltweit. Wann genau es kommt, ist noch nicht klar. Es ist jedoch für 2018 geplant. Dann wird der TinyMCE-Editor endgültig durch den Editor Gutenberg ersetzt. In der WordPress-Version 4.9.8 kann das neue Bearbeitungsprogramm bereits getestet werden.

Baukastenprinzip mit Blöcken

Die wohl größte Neuerung von Gutenberg ist das Baukastenprinzip für Seiten und Beiträge. Nutzer können das Layout einer Seite einfach aus Blöcken zusammenstellen und so Spalten, Bilder oder Multimedia-Elemente nach Belieben anordnen. HTML und CSS werden dafür nicht mehr benötigt.

Die einzelnen Blöcke können ganz verschiedene Inhalte haben: Absätze, Audio-Dateien, Bilder, Galerien, Listen, Überschriften, Videos oder Zitate. Für jeden Block stehen zahlreiche Formatierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Viele Plugins, die bisher nötig waren, um einen komplexeren Seitenaufbau umzusetzen, sind in Gutenberg unnötig. Das macht die Benutzung besonders für Laien einfacher.

Blöcke mehrmals verwenden und effektiver arbeiten

Falls Nutzer einen Block aus demselben oder einem anderen Post mehrmals benutzen möchten, besteht die Möglichkeit, ihn mit wenigen Klicks wiederzuverwenden. Er steht dann in einer Art Bibliothek zur Verfügung und kann ohne zusätzlichen Aufwand jederzeit abgerufen werden.

So können einmal umgesetzte Blöcke für mehrere Websites genutzt werden und müssen nicht jedes Mal neu erstellt werden. Das spart Programmieraufwand und Zeit.

Was passiert mit alten Beiträgen?

Der neue WordPress Editor macht das Erstellen neuer Seiten und Beiträge insgesamt einfacher und intuitiver. Doch wie sieht es mit der Kompatibilität alter Beiträge aus, die noch mit dem TinyMCE-Editor erstellt wurden? Müssen Nutzer diese von Hand anpassen?

Nein. Für eine optimale Kompatibilität hat Gutenberg den Block Classic integriert. Im Block Classic werden Inhalte ganz automatisch dargestellt wie bisher und können reibungslos bearbeitet werden. Mit nur wenigen Klicks können Classic-Blöcke auch in dann noch benutzerfreundlichere „normale“ Gutenberg-Blöcke umgewandelt werden.

Gutenberg und die Verwendung von Plugins

Die größte Ungewissheit in Zusammenhang mit Gutenberg herrscht derzeit in Bezug auf die Kompatibilität von Plugins. Denn einige Plugins und Themes sind (noch) nicht kompatibel zu Gutenberg. Besonders bei Buttons und Metaboxes gibt es Probleme. Diese werden oftmals nicht richtig angezeigt oder funktionieren nicht. Allerdings muss angemerkt werden: Die Tools, die Gutenberg selbst mitbringt, machen zahlreiche bisher gängige Plugins schlichtweg überflüssig.

Außerdem können Entwickler nun eigene Blöcke nach ihren Vorstellungen programmieren und anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Die Möglichkeiten von Gutenberg werden dadurch zusätzlich erweitert und bieten Programmierern noch mehr Gestaltungsspielraum.

Noch keine Lust auf das Gutenberg Update?

Auch wenn Gutenberg relativ intuitiv zu bedienen ist und viele Vorteile bietet, ist die neue Benutzeroberfläche zunächst ungewohnt. Die Einarbeitung braucht durchaus etwas Zeit. Wer sich diese gerade nicht nehmen möchte, hat zwei Optionen: Er könnte das Update auf WordPress 5.0 einfach nicht installieren. Das wäre jedoch alles andere als empfehlenswert. Denn für die alte Version arbeitet WordPress nicht an der Beseitigung möglicher Sicherheitslücken und entwickelt auch keine neuen Features.

Die bessere Möglichkeit stellt WordPress selbst bereit: den sogenannte Classic Editor. Mit diesem Plugin können Nutzer den klassischen Editor einfach weiter verwenden. In den Einstellungen gibt es dafür zwei Optionen: Anwender können den Editor Gutenberg komplett mit dem klassischen Editor ersetzen. Oder sie nutzen den Editor Gutenberg zwar als Standard, können für einzelne Beiträge jedoch zum klassischen Editor zurück wechseln.

 

Sie möchten in nächster Zukunft ein bestehendes Wordpress-Projekt überarbeiten? Oder ein neues Projekt aufsetzen? Was sollten Sie im Zusammenhang mit dem neuen Editor Gutenberg von WordPress beachten? Nehmen Sie gerne mit Outline Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne.