Internetseiten für Freiberufler erstellen

Es ist das Bild der Persönlichkeit, die entscheidet

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Freiberufler sind Unternehmer. Und doch auch auf ihren Internetseiten treten sie oft ganz anders auf als (größerer) Unternehmen. Worin unterscheidet sich die Internetseiten von Freiberuflern – etwa von Handwerkern, Rechtsanwälten, Ärzten, oder Beratern – von Internetauftritten komplexerer Unternehmen? Wir haben unseren jüngsten Launch, die Internetseiten des Königsbrunner Fachanwalts Felix Linnartz, zum Anlass genommen, ein paar wichtige Tipps zu formulieren, was bei der Erstellung von Webseiten für Freiberufler berücksichtigt werden sollte.

In unserem Agenturleben betreuen wir Kunden recht unterschiedlicher Größe – oft ist es die Erstellung eines Internetauftritts und meist dessen vielfältige Betreuung. Wenn wir zusammen mit Unternehmen Marken-Profile erstellen und schärfen, dann ist „die Marke“ anfangs oft etwas Abstraktes, alle brauchen Vorstellungsvermögen, können aber in der Entstehung Phantasie mit den konkreten Zielen verbinden. Bei Freiberuflern ist das sehr oft ganz anders. Freiberufler, die mitten im Tagesgeschäft stehen, sehen oft wenig Spielraum, ihre Außendarstellung auszuschmücken. Entweder werden ihre Leistungen über standesrechtliche Regulierungen stark eingeschränkt (auch wenn, etwa bei Ärzten, in den letzten Jahren sehr stark liberalisiert wurde was auch in werblicher Hinsicht erlaubt und was unterbunden ist). Zum anderen starten Freiberufler oft ohne tiefergehende Marktanalyse in die Praxis, oder lassen sich nicht immer gründlich zu ihrem Geschäftsmodell beraten.

Freiberufler denken beim Marketing oft zu bescheiden

Doch selbst wenn die Leistungen klar definiert und zielgruppengerecht formuliert sind, wird in der Konzeptionsphase oft der „rosa Elefant“ im Raum übersehen. Unsere europäische Erziehung legt uns in allem eine gewisse, oft weitgehende Zurückhaltung nahe. Sobald jedoch die eigene Person im Spiel ist, kann diese auch negativ ausgelegt werden – von denen, die wir erreichen wollen. Denn in aller Bescheidenheit fehlen oft auch die Konturen, die eine Persönlichkeit eben auch ausmachen, sichtbar machen. Denn bei aller Sachlichkeit geht es dem Publikum sehr wohl um Wirkung. Eine Ärztin soll erfolgreich diagnostizieren, aber auch helfen und heilen können. Eine Anwältin soll nicht nur einen guten Rat geben, sondern auch vor Gericht erfolgreich streiten können. Eine Coachin soll viele Methoden und Werkzeuge kennen, aber auch die Lebenserfahrung mitbringen, die zur Situation ihres Klienten oder Ihrer Klientin passt. Ein Schreiner soll nicht nur Maschinen bedienen, sondern etwa auch sein Können mit Kunstgeschmack demonstrieren können. Diese Vertrauensfragen, die sich ein Interessent vielleicht gar nicht gezielt stellt, können proaktiv nur beantwortet werden, wenn sich die Besucher einer Website ein markantes persönliches Bild machen können. Und darauf ist bereits bei der Erstellung der Internetseiten für einen Freiberufler zu achten.

Bei der Darstellung der freien Architekten und Statiker der Familie Schuster in Neuburg/Kamel  kamen von Outline auch Elemente klassischer Markenentwicklung zum Einsatz – bei einem florierenden Planungsbüro mit rund 20 Mitarbeitern ist auch eine eigenständige Strategie sinnvoll.

Bei den Internetseiten von Freiberuflern darf die Person im Mittelpunkt stehen

Bei den Internetseiten für Freiberufler geht es also selten nur um den Gegenstand des Unternehmens, es geht in der Regel vorrangig um die Person. Welche Ausbildung hat sie, welche Spezialisierung hat seither stattgefunden? Welche Schwerpunkte im täglichen Geschäft sind wirklich abrufbar für die Klienten/Patienten/Kunden (allein für das Gegenüber den richtigen Begriff zu finden, ist für Freiberufler oft nicht einfach, aber umso wichtiger um Ihre Auftraggeber auch richtig „abzuholen“). Und das galt bei Outline in der Erstellung auch für Freiberufler mit einem etwas größeren Bürobetrieb, wie der Steuerkanzlei Lechner.

Schlüssel für Freiberufler bei der Konzeption ihrer Internetseiten

Eine Schlüsselrolle bei der Erstellung von Internetseiten für Freiberufler kann der Einsatz von einer oder mehreren Persona sein. Statt „Zielgruppen“ zu definieren, was eher bei Marken mit hoher Reichweite nützlich ist, werden hier quasi prototypische Stellvertreter nicht nur benannt, sondern relativ detailliert beschrieben. Bei der Entwicklung der Persona können erfahrene Freiberufler bereits sehr viel aus ihrer Erfahrung beisteuern: Denn in der Kundschaft sind oft bei genauerer Betrachtung Muster zu erkennen, die wiederkehren.  Aus der Perspektive dieser Persona können dann etwa Leistungsangebote wesentlich aussagekräftiger formuliert werden. Aber auch die Art wie sich „Leistungsträger“, wie Freiberufler im strenger regulierten Sektoren gelegentlich auch bezeichnet werden, gegenüber ihrer Kundschaft präsentieren, fällt mit diesem Perspektivwechsel oft sehr viel leichter. An dem von Outline erstellten Freiberufler-Auftritt von Bernhard Marquardt patentrecherchen.info ist dies beispielhaft umgesetzt.

Statt kostenfreier Stockfotos: Authentische Aufnahmen von Freiberuflern aus der Kundenperspektive

Manche Freiberufler haben Hemmungen, sich professionell fotografieren zu lassen, andere scheuen es generell, Aufnahmen von sich ins Internet zu stellen. Oft werden dann sogenannte Stockfotos herangezogen, mehr oder weniger passende Symbolbilder. Auch wenn diese über zahlreiche Portale inzwischen in großer Zahl sogar kostenfrei angeboten werden, stellt sich aus Sicht der Freiberufler für ihre Internetseiten die Frage ob sie sich und ihrem Image mit diesem Einsatz etwas Gutes tun.

Das Zauberwort heißt Authentizität. Und was wäre authentischer als genau aus der Perspektive die Anbieter zu zeigen, aus der sie die Besucher der Website des Freiberuflers in ihrer Rolle erleben werden: Als Kunden, als Besucher, als Patienten.

Ein Bereich, bei dem es beispielsweise besonders um Vertrauen geht, ist die Person eines plastisch-chirurgischen Arztes. Auch wenn es sich um eine Klinik handelt, kommt dem Besucher der Internetseiten der Klinik am Forsterpark doch der leitende Arzt persönlich entgegen – und das ist auch mehr als eine symbolische Begegnung.

Ist ein Blog bei einem Internetauftritt von Freiberuflern sinnvoll?

Eines vorweg: Google setzt heute Responsive Design voraus, honoriert technische Schnelligkeit – und liebt aktuelle, relevante Inhalte. Demnach ist eine kontinuierliche Blog-Strategie zu Themen, zu denen die Inhaber einer Website wirklich etwas zu sagen haben, eine wichtige Strategie. Zwei Beispiele: Michael Grewer, Industriedesigner, https://www.grewer-industriedesign.de/  informiert Kunden und Interessenten in einem sehr planmäßigen Rhythmus über Neuigkeiten, nennt Umsetzungsbeispiele, führt neue Einsatzmöglichkeiten vor. Dies setzt eine hohe Einsatzbereitschaft voraus. Selbst wenn die Umsetzung von einer Agentur unterstützt wird, ist bei der Ideenfindung und Planung eine gute Zusammenarbeit des Auftraggebers unerlässlich. Gerade bei Freiberuflern ist weniger die Bereitschaft und das Können, sondern das Zeitbudget limitiert, da Blogbeiträge etwa von Ärzten oder Rechtsanwälten eine inhaltlich große Tiefe aufweisen sollten und deren Überprüfbarkeit als Veröffentlichung halt auch auf die Urheber zurückschließen lässt. Daher: Nicht für alle Freiberufler ist ein Blog gleichermaßen zu empfehlen – für manche kann es aber die Drehscheibe für Kundenkontakte und auch für Social Media werden.

Suchmaschinenoptimierung für Freiberufler – so macht sie Sinn

Lokal bezogene Suchmaschinenoptimierung, kombiniert mit dem Fokus auf Besonderheiten im Leistungsangebot, das ist die erfolgversprechendste Strategie in diesem so wichtigen Bereich. Sichtbarkeits- und Aufmerksamkeits-Management sollte mit einer klugen, datenbasierten Wettbewerbsanalyse beginnen und ständig im Fluss bleiben. Gerade mit Blick auf viele scheinbar austauschbare Angebote wie sie in Handwerksberufen, aber auch bei den akademischen Freiberuflern verbreitet sind, gibt es – auch bei Google – eine Vielzahl von Ansätzen, sich aus der Masse vergleichbarer Anbieter herauszuheben.

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